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Mai  2013

Ansichtskarte an Alessia

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Hallo Alessia,

herzliche Urlaubsgrüße aus Dänemark !

Ich muss mich leider kurz fassen - auf der Karte ist nicht viel Platz.

Wetter : Regen, Regen, Regen - zu Hause in Deutschland !!! Hier scheint die Sonne ! Sie scheint zwar nicht warm, sondern kalt - aber sie scheint !

Witterung :  Hirsche und Kaninchen.

Unterkunft : Eigenes Haus mit riesigem Garten ohne Gartenzaun. Leider sind die dänischen Esstische und Küchenarbeitsplatten genauso hoch wie in Deutschland.

Fressen :  Die gleiche Marke wie in Deutschland - die erbettelte Zukost vom Esstisch besteht hier allerdings hauptsächlich aus Fisch.

Saufen : Naja - Wasser halt - das gibts hier zusätzlich auch noch mit Salzgeschmack.

Sand : Ja - viel ! Man kann gut buddeln - ist aber sinnlos, weil nichts drin lebt.

So, liebe Alessia - ich hoffe, ich konnte mit meiner Karte wiedergutmachen, dass ich mich so lange nicht bei dir gemeldet habe. Lieb von dir, dass du mir trotzdem unermüdlich geschrieben hast. Ich lese aber regelmäßig dein Tagebuch, deshalb weiß ich auch, dass du eine richtige Weltenbummlerin geworden bist - da muss dir ja Dänemark richtig “gähn” vorkommen.

Richte bitte deinem Schönheitskönig Jayden schöne Grüße von mir aus. Kann der eigentlich auch mal so richtigen Unsinn anstellen? Dann könnte er mir sogar gefallen. Jungs, die so perfekt sind, sind mir nämlich irgendwie nicht so ganz geheuer.

Bis bald in meinem Gästebuch

und liebe Grüße

deine Zoe

Es wird wahrscheinlich ganz schön lange dauern, bis diese Karte bei dir ankommt - Dänemark ist nämlich seeeeehr weit weg !

P.S.

Guck dir mal den dänischen Flyer an, den ich noch auf die Karte geklebt habe. Findest du den lustigen Übersetzungsfehler? Was ein einziger Buchstabe anrichten kann !

 

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50. Brief                                  7.7.2013

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Hej  Mama,

jetzt hab ich endlich mal Zeit, dir ausführlich von meinem ersten Urlaub zu erzählen.

Bevor wir losgefahren sind, hat das alte Mädchen erstmal alles versteckt, was ihr lieb und teuer ist - es wird ja so oft eingebrochen in letzter Zeit. Sie hat unglaublich raffinierte Verstecke ausgesucht - so raffiniert, dass sie die nach dem Urlaub selbst nicht mehr gefunden hätte. Also hat sie alle Verstecke auf einen Zettel geschrieben, den sie auch raffiniert versteckt hat. Wo sie den Zettel versteckt hat, hat sie auch auf einen Zettel geschrieben, und den hat sie mitgenommen. Das Wertvollste - ihren Laptop, weil da alle meine Fotos drauf sind - hat sie den vertrauenswürdigsten Nachbar-Freunden mit den besten Einbruchsicherungen gegeben - die haben ihn auch raffiniert versteckt. Sie mussten das Versteck aber nicht auf einen Zettel schreiben - sie sind noch etwas jünger.

Und dann sind wir endlich losgefahren - mitten in der Nacht! Das Auto war bis auf den letzten Zentimeter vollgepackt - nur mein Abteil war, wie gewohnt, herrlich geräumig und komfortabel. Ein  Hund muss sich nämlich jederzeit lang ausstrecken können - auch wenn sich das negativ auf die Beinfreiheit seiner Menschen auswirkt. Die lange Fahrt war für mich - auch ausgestreckt - nur schwer zu ertragen, weil ich meine Mädels gar nicht mehr sehen konnte. Ich konnte nur inständig hoffen,  dass sie auch wirklich irgendwo hinter all dem Gepäck sind. Bei jedem Gassi-Stopp hab ich mich dann gefreut:” Oh Gott sei Dank - da seid ihr ja ! Sind wir jetzt endlich im Urlaub?”

Wir sind stundenlang gefahren und gefahren und gefahren - aber wir sind einfach nicht in den Urlaub gekommen! Mir ist irgendwann mit Schrecken einer der unzähligen Lieblingssprüche des alten Mädchens in den Sinn gekommen “ Der Weg ist das Ziel !”. Dann wäre diese Fahrt der heiß ersehnte Urlaub ? Bitte nicht !

Wenn wir nicht gefahren sind, dann sind wir gestanden - auf der Autobahn - im Stau vor einer Baustelle. Es gab immerhin circa 15 Baustellen ! Ich versteh das nicht - da gibt es doch diesen Spruch “ Reisende soll man nicht aufhalten !”. Warum halten sich die Menschen nicht an ihre eigenen Sprüche ?  Außerdem war da überall nur ein einziger Bauarbeiter zugange - und das war das Schaufelmännchen auf dem “Wir bitten um Ihr Verständnis!”-Schild. Nein ! Wir hatten kein Verständnis !

Ach Mama - ich hatte die Hoffnung, das gelobte Land Dänemark zu erreichen, schon aufgegeben. Als das alte Mädchen im Autoradio den dänischen Wetterbericht gehört hatte, sagte sie :” Oje - ich fürchte, wir kommen vom Regen in die Traufe!”. Da war für mich klar - die Mädels hatten sich jetzt, trotz Navi, auch noch verfahren. Ich wollte nicht nach Traufe! Traufe hört sich irgendwie langweilig an!

Aber dann sah ich sie - die glücklichen, freilaufenden Kühe. Und aus dem Autoradio kam plötzlich eine fremde Sprache, die sich ein bisschen anhörte wie das Lallen eines Betrunkenen. Da ahnte ich es schon - wir sind in Dänemark! Als wir wenig später vor einem gelben Holzhaus anhielten, und das alte Mädchen Tränen in den Augen hatte, da wusste ich es ganz sicher - sie muss schon mal hier gewesen sein - wir sind in Dänemark! Hurra! Einige Stunden später trudelten auch A-Wurf Tommy und seine Freundin Steffi ein - jetzt waren endlich alle in Dänemark. Hurra! Die Sonne schien - der Himmel war strahlend blau. Hurra! Wir sind auch gleich an den Strand gefahren. Hurra! Hurra! Hurra! Da wusste ich noch nicht, was mich erwartet !

Ja - und da war es dann - das Meer! Es ist ein bisschen größer als unser Fluss an der Hundewiese, und es schmeckt völlig anders - nämlich zum Kotzen. Und es bewegt sich viel mehr als unser Fluss! Ich bin mit äußerster Skepsis ins Meer gestakst - da hat es mich gleich buchstäblich überrollt. Ich hab dann unverzüglich den Rückzug angetreten, aber es hat mich immer wieder eingeholt. Richtig unheimlich - echt!

Den Strand fand ich jetzt auch nicht grad berauschend - viel Sand und nichts drin, wofür sich das Buddeln gelohnt hätte - keine einzige Maus, nicht mal verbuddelte Katzenscheiße. Dafür lag auf dem Sand jede Menge Zeugs rum - nämlich Muscheln, die mich in die Pfoten pieksten. Zu allem Überfluss war der Wind so heftig, dass meine Ohren ständig nach oben flatterten. Das fanden die Mädels natürlich wieder saulustig. Ich nicht!  Mama - ich bin definitiv kein Seehund !!!

Das Allerdoofste von all dem Doofen war aber, dass ich zwar viele Hunde gesehen habe, aber nicht zu ihnen hin durfte. Alle Hunde waren an der Leine, weil ihre Menschen Angst hatten - wegen dem neuen dänischen Hundegesetz. Wenn ein Hund einen anderen Hund, oder einen Menschen so beißt, dass es genäht werden muss, dann kann er seinen Besitzern weggenommen und eingeschläfert werden - und das ist leider schon sehr oft passiert. Es könnten sogar sanftmütige deutsche Flatcoated Retriever mit Migrationshintergrund getötet werden, wenn sie ein bisschen rumzicken, oder sich als Chefin aufspielen, und daraus eine Rauferei entsteht. Puh ! Offline war ich nur, wenn keine Hunde in der Nähe waren. Ach - halt - ein einziges Mal hab ich doch mit einem Hund spielen dürfen - mit einem Zwergpudel. Naja - besser als nichts, gell?

Also Meer doof, Strand doof - der letzte Hoffnungsschimmer war der Wald, der direkt an unser Haus grenzte. Also auf zum ersten Waldspaziergang! Und schon wurde ich mit einer besonders üblen Hundequälerei konfrontiert - ein umzäuntes Gelände mit Kaninchen drin! Ich hab den Zaun im Jagdfieber gar nicht wahrgenommen und bin volle Kanne dagegen gerannt ! Ich hab mich gleich umgedreht und geschaut, ob das alte Mädchen meine Blamage mitbekommen hat. Sie hat ! Und sie hat gelacht! Sie mag dänische Kaninchen lieber als mich!

Der zweite Waldspaziergang war dann schon entspannter - bis wir uns übelst verlaufen hatten, ein Gewitter aufzog, es zu regnen begann, und das alte Mädchen hysterisch wurde.

Der dritte Waldspaziergang war anfänglich auch entspannt - bis ich plötzlich Witterung aufnahm, was das alte Mädchen dazu veranlasste, ihre kurzsichtigen Augen leicht zusammenzukneifen, um besser sehen zu können. Und so sah sie dann riesige Hirsche mit riesigen Geweihen - nur ein paar Bäume von uns entfernt! Zuerst wollte sie sich mit mir hinter einem Baum verstecken. Die Idee hat sie aber schnell verworfen, weil wir beide etwas zugenommen haben - irgendwas von uns wäre auf jeden Fall für die Hirsche sichtbar geblieben. Wir sind dann lieber sehr, sehr, sehr schnell gerannt. Von da an hatte ich die Schnauze voll von dem Wald.

Also Wald auch doof - bliebe noch unser Holzhaus. Am Tag war es gar nicht mal so schlecht - aber nachts machte es mir Angst, weil es so dunkel war. Draußen wars finster wie die Nacht, weil es keine Straßenlaternen gab - drinnen wars auch finster wie die Nacht, weil  kein Nachtlicht für mich brannte. Ich kann nicht schlafen ohne mein Nachtlicht! So stockdunkel wie in Dänemark war es in Deutschland noch nie! Ich sollte im Schlafzimmer des alten Mädchens schlafen, was ich nicht gewöhnt war. Ich hätte sogar mit im Doppelbett schlafen können, weil mein großes Hundebett kaum in das kleine Zimmer passte. Sie hat mir aber die Wandseite zugewiesen - da bin ich klaustrophobisch geworden und bin panisch über sie drüber vom Bett gesprungen und direkt an die andere Wand geknallt. So dunkel und so klein sind die dänischen Zimmer!

Ich hab dann vor dem Bett geschlafen oder bin nervös durchs dunkle Haus geschlichen. Immer wenn es irgendwo geknackst hat (es knackst sehr oft in einem dänischen Holzhaus),  hab ich sie gestupst :” Da knackst was! Schaust du mal nach? Schläfst du etwa schon wieder?”. Sie konnte einem wirklich leid tun - sie ist wegen dem ständigen Geknackse kaum zum Schlafen gekommen. Wenn es dann morgens hell wurde, und ich sie endlich wieder sehen konnte, hab ich mich immer ganz arg gefreut und mit dem Schwanz gewedelt. Zwangsläufig musste ich gegen die Wand wedeln - und so waren dann auch gleich Tommy und Steffi im Nebenzimmer wach. So dünn sind die Wände in einem dänischen Holzhaus!

Also Holzhaus auch ein bisschen doof. Was bliebe noch? Shopping! Shopping ist ja für Hunde eh doof, aber in Dänemark doppelt doof, weil die Hundeverordnung auch in der Stadt Ribe gilt - also sicherheitshalber Kontaktsperre! Über Hunde reden ist aber unbedenklich, und so haben meine Mädels endlos gequatscht - auf deutsch und auf englisch - über Flats, und über Hunde im Allgemeinen - über mich, und über Hunde, die ihren Besitzern nicht die Eiswaffel aus der Hand reißen - mit Menschen, die mal einen Hund hatten - mit Menschen, die einen Hund haben - und mit Menschen, die jetzt einen Flat wollen, weil sie mich so schön fanden. Das mit der Eiswaffel war übrigens so: Tommy hatte ein Eis - die Waffel mochte er nicht, also wollte er sie mir geben. Weil ich aber immer so grob zuschnappe, sagte er zum jungen Mädchen:” Gib du ihr die Waffel.”. Dazu ist es aber nicht mehr gekommen, weil ich sie ihm grob aus der Hand gerissen habe. Meine Güte - wenn die auch immer so lang herum diskutieren! Die Mädels lachten - Tommy fragte:” Findet ihr das etwa lustig?” - die Mädels sagten:” Nein!” und lachten weiter. Das war alles.

Dann jammerte das junge Mädchen, dass sie jetzt friert, weil sie vergessen hatte ihre Jacke mitzunehmen. Also gab ihr das alte Mädchen ihre eigene Jacke und bekam schlechte Laune - nicht, weil ihr jetzt selbst kalt war, sondern weil dem jungen Mädchen die Jacke wesentlich besser stand als ihr. Sie hat sich dann aus Frust eine typisch dänische Hippie-Tunika aus Nepal gekauft, und einen großen dänischen Vanillepudding-Kuchen mit 100000 Kalorien drin.

Dann sind wir wieder heimgefahren in unser hyggeliges Holzhaus in Vejers. Das alte Mädchen hat 50000 Kalorien von dem Kuchen verdrückt, und ihre Kinder haben im Garten auf der Schaukel geschaukelt. Danach haben sie mit mir gespielt, und da gab es dann Ärger, weil Tommy meinen Ball kaputt gemacht hat. Er hat es aber auf mich geschoben - ich hätte angeblich nicht losgelassen! Wahrscheinlich hat er immer noch Schiss vor Hausarrest - dabei hat er doch schon ewig keinen mehr von seiner Mama bekommen. Am Abend hat dann auch noch Bayern München gewonnen, da war die Laune endgültig im Keller.

Am nächsten Tag hat das alte Mädchen wieder mal genervt mit ihrer Angeberei, dass sie den hinteren Autositz ganz allein ausgebaut hat, und dass das so unglaublich schwierig war, und dass das keiner außer ihr so schnell geschafft hätte und bla ! Das junge Mädchen sagte, dass sie das in drei Minuten schafft - ohne Anleitung - wetten? Altes Mädchen:” Ha ! Ich zahl dir den nächsten Flug nach Malta, wenn du das schaffst!” Eine Minute bevor sie diese Wette verloren hat, hat sie den Flug nach Malta schnell in ein U-Bahn Ticket nach Nürnberg umgewandelt. Sie ist ein schlechter Verlierer, und das ist schlecht für den Urlaubsfrieden.

So ist also Urlaub?  Und auf sowas hat sich das alte Mädchen wie blöd gefreut? Na gut - es gab auch Lichtblicke - wie z.B. der tägliche Wetterbericht für Deutschland - Regen, Regen, Regen! Oder so lustige Geschichten, wie sie nur dem jungen Mädchen passieren können. Einmal ist sie allein mit dem Auto nach Blavand gefahren. Unterwegs sah sie ein paar dänische Polizisten am Straßenrand, die ihr zuwinkten.  “Oh - wie nett die Polizei hier ist!”, dachte sie sich und winkte freundlich zurück. Nach ein paar Kilometern standen schon wieder dänische Polizisten am Straßenrand, auch die winkten ihr zu. Das junge Mädchen freute sich und winkte freundlich zurück. Aber als einer von ihnen plötzlich hektisch mit einer Kelle winkte, hielt sie lieber mal an. Ein Polizist fragte sie:” Was glauben Sie - warum haben wir Ihnen wohl zugewinkt ?  A = Wir winken allen hübschen, jungen Autofahrerinnen zu - oder B = Wir winken allgemein allen Deutschen zu, weil wir die ganz besonders lieben?”  (Oha !!!) Das junge Mädchen zögerte - sie war verunsichert.  Das löste bei den Polizisten eine große Heiterkeit aus. Dann wurde sie endlich aufgeklärt - sie hatte das Licht nicht an ! Das ist in Dänemark Pflicht - auch am Tag. Die Polizisten waren aber so nett, ihr kein Bußgeld aufzubrummen und auch keine Papiere von ihr zu verlangen - die hatte sie nämlich nicht dabei! Warum sie so gnädig mit ihr waren? Ich weiß es nicht, aber ich tippe auf A !

Spannend war für mich das Militärgebiet in der Nähe - da fanden an manchen Tagen Manöver statt - mit Schüssen. Ich liebe Schüsse, weils da immer was zum Apportieren gibt ! Manche Schüsse kamen ganz schnell hintereinander - die Mädels sagten, das ist ein Maschinengewehr. Mir egal - ich hab mir nur die vielen Dummys vorgestellt, die da fliegen könnten - hunderte Dummys - tausende Dummys - wow ! Manchmal kreisten ganz hoch über uns klitzekleine Flugzeuge mit einem Donnergetöse - die Mädels sagten, das sind Kampfjets. Mir egal - die Soldaten haben da jedenfalls immer besonders wild geschossen, und ich bin da immer besonders aufgeregt im Garten rumgerannt. Ich hätte zu gern mal so einen kleinen Kampfjet apportiert!

Obwohl die Mädels sagten:” Die üben da Krieg, und das ist nicht lustig.”, hatten sie jedesmal, wenn wir an der Militärzone vorbeigefahren sind, total lustige Einfälle. Sie stellten sich vor, da reinzulaufen - mit Blütenkränzen im Haar - ein Sit-in zu veranstalten, und zu rufen :” Make love, not war !” Diese Idee kam vom alten Mädchen. Und diese Idee kam vom jungen Mädchen : Sie fahren mit dem Auto mitten ins Gefecht, schwenken eine weiße Fahne und rufen den Soldaten zu:” Wir kommen in friedlicher Absicht ! Sollten Sie den feindlichen Panzer suchen - der steht ein paar hundert Meter weiter unter einem Tarnnetz !”

Mein ganz persönliches Highlight war aber dieser Bollerwagen, der in Ribe ganz nah an uns vorbeigezogen wurde. In dem Bollerwagen saßen sechs entzückende, dänische Kleinkinder. Jedes Kind hatte ein leckeres, dänisches Eis in der Hand.  “Oh” - dachte ich mir - “Essen auf Rädern !”  Weiter ? -  Nichts weiter ! ICH  fands lustig - und fertig !

Ja - und als ich mich gerade an die Hirsche, die Blindschleichen (nein - ich meine nicht die Mädels), die umzäunten Kaninchen, die ewige Muschelsucherei am Strand, das knacksende Holzhaus, den ständigen Wind und das Schwimmen im Meer gewöhnt hatte, war der Urlaub zu Ende. Wir haben noch ein paar besonders schöne Steine und Tannenzapfen gesucht - für Alice, dann sind wir heimgefahren.

Das alte Mädchen war sehr stolz auf ihr braves altes Auto - es ist so zuverlässig gefahren wie ein junges - und so schnell wie der Wind. Und sie war stolz auf das junge Mädchen - die ist die ganze Strecke allein gefahren - auch sehr zuverlässig und schnell wie der Wind. Und ich war stolz auf meine Mädels, weil sie so schön gesungen haben. Und jetzt kann ich es ja sagen - wir alle finden den schwedischen Beitrag zum Eurovision Song Contest besser als den dänischen Siegertitel. Schweden hätte gewinnen müssen! So!

Unser Garten hat ausgesehen wie ein Urwald, weil es hier ununterbrochen geregnet hatte. Und die Heinzelmännchen waren dagewesen und waren so lieb, unsere kaputte Haustür zu reparieren. Dann hat sich herausgestellt, dass das unsere vertrauenswürdigen Laptop-Verstecker-Nachbarfreunde waren - die können jetzt nur hoffen, dass sich das alte Mädchen nicht mit einer ihrer berüchtigten Reparaturen revanchiert!

Hej-hej Mama

din datter Zoe

 

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                     Hurra - wir sind in Dänemark !

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                                   Meine Ohren flatterten im Wind.

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                   Noch einmal gut zureden -

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             und dann ganz vorsichtig ins Meer -

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                     bäääh - zum Kotzen,

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           und gleich wieder raus !

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Tommy hatte tatsächlich vor, meinen Dummy in dieses gefährliche Meer zu werfen - ich konnte ihn grad noch davon abhalten.

Ach - übrigens - genauso hat er später meinen Ball kaputt gemacht !

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So richtig glücklich war ich nicht mit diesem Meer.

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Ich bin ein armer, unglücklicher Hund - meine Mädels haben mich ins Meer gezwungen !

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Steffi war viel mutiger als ich - sie ist im Legoland sogar ganz untergetaucht - wie eine Meerjungfrau. Die traut sich was!

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Die Kinder haben im Garten auf der Schaukel geschaukelt. Und danach hat Tommy meinen Ball kaputt gemacht!

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Ich hätte so gern mitgespielt - aber ich bin nicht mal die Leiter hochgekommen.

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                     Shopping in Ribe - das junge Mädchen mit Jacke.

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       Shopping in Ribe - das alte Mädchen ohne Jacke.

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Nein - dieses Foto kann nicht gestellt sein - Steffi hat nämlich große Angst vor Hunden. Vor mir hat sie keine Angst mehr - da bin ich sehr stolz drauf!

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   Heißt das jetzt Hundescheiße oder Hundekotbeutel?                                     Wir wissen es nicht.

 

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Das junge Mädchen baut den Autositz aus und gewinnt die Wette.

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             Make love, not war !

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Der erste Waldspaziergang. Hinter diesem doofen Zaun leben die Kaninchen !

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Schnell noch ein Leckerchen  - und dann Aufbruch zum zweiten Waldspaziergang !

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                           Aufstellen fürs Familienfoto.                                                  “ Nicht springen Zoe !”

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           “ Auf keinen Fall !”

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Hier ein Foto - da ein Foto, und dann .........

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       ......... hatten wir uns verlaufen !

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Den Regen haben wir noch abbekommen -

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......... aber Gott sei Dank waren wir gerade noch vor dem Gewitter zu Hause !

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Der dritte Waldspaziergang. Siehst du den Hirsch, Mama ?

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Am Strand musste ich an die Leine, sobald ein anderer Hund kam.    Nur einmal durfte ich mit einem Zwergpudel spielen.

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“My home is my castle !”

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“Hallo ! Hinter dir !”

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“H A L L O ?  MY castle is MY home !”

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“Na gut - du kannst mitspielen. Aber bleib auf der Burgmauer !”

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Irgendwann hatte ich mich dann an das Meer gewöhnt. Ich bin nicht mehr nur am Ufer neben den Mädels her geschlichen -

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 - ich hab mich immer weiter raus gewagt.

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Und dann kam auch endlich mein Dummy zum Einsatz ! (Oh - sie hat die Haare schön !)

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Ich hatte keine Angst mehr vor den Wellen.

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Ich hab apportiert, apportiert, apportiert, ............

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...........bis ich so müde war, dass ich beim Betteln fast eingeschlafen wäre.

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                         Aber nicht nur ich war abends fix und fertig !

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Auch an die ewige Muschelsucherei hatte ich mich gewöhnt,

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         und an die vielen Blindschleichen.

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Sogar an die Hirsche hatte ich mich gewöhnt - man konnte ihnen sowieso nicht entkommen. Hier sind sie in unserem Garten !

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                           Sie sind sogar bis an unser Haus gekommen !

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Am letzten Abend ist das Wetter sehr ungemütlich geworden - das alte Mädchen war trotz dem Sturm selig am Meer. Wo ich war ?  Ich - äh - ich war schon im Auto.

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       Ach Mama - rückblickend war es doch ein toller Urlaub !